Pfarrkirche

Geschichte der Pfarrkirche Friedersbach

Pfarrkirche liegt 560 m hoch (am sogenannten „Kirchenberg")

• 1159 wurde die damals noch kleine Kapelle (heutiges südl. Seitenschiff)
von Bischof Konrad von Passau zur Pfarrkirche erhoben
(Friedersbach ist somit eine der ältesten Pfarren des Gebietes um Zwettl)

• dem hl. Laurentius geweiht 

• bald nach Pfarrgründung Ausbau der Kirche
(Mittelschiff und Verlängerung des südlichen Seitenschiffes)

• Anbau des romanischen Turmes im 13. Jahrhundert
(mit Zwillingsrundbogenfenstern)

• Bau des Nordschiffes erst nach 1300
(mit gotischen Kreuzrippengewölbe)

• 1408 Vollendung des gotischen Chorteiles
(ebenfall mit gotischem Kreuzrippengewölbe)

• bald danach Entstehung der wertvollen Glasmalereifenster
(1426/27 wurde ein Teil davon von den Husiten zerstört)

• 1427 Haupt- und südliches Seitenschiff spätgotisch eingewölbt Hauptschiff:
Sternengewölbe - südliches Seitenschiff: Netzrippengewölbe bisher flach gedeckt

• Einbau einer gewölbetragenden Säule im Hauptschiff hinten
verursachte Verlegung des Einganges auf die linke Seite

• Glasgemälde im südlichen Fenster enststanden
in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts

• 1852 Glasgemälde der mittleren Fenster im südlichen Fenster versetzt,
da sie vom Barockaltar verdeckt waren (25 Tafeln, 93 cm hoch und 47 cm breit)

• Chorschiff links: gotisches Sakramentshäuschen mit Granitumrahmung
und Schmiedeeisentürchen (1408), gegenüber zweiteilige Sitznische, gotische Tür in Sakristei

• Mittelschiff: 3 halbkreisförmige barocke Fenster

• 1793 Anbau des Vorhauses im Norden

• 1859 Anbau einer Kammer an der Südseite des Turmes
(heute Leichenraum) in der Apsis des südlichen Seitenschiffes
steht der Taufstein (zehnseitiges gotisches Granitbecken aus dem 15. Jahrhundert)

• spätgotisches Weihwasserbecken und Opferstock

• gotischer Aufgang zu Empore

• Inneneinrichtung stammt großteils aus der Barockzeit

• geschnitztes Kreuz im nördlichem Seitenschiff aus der Zeit um 1500

• heutiger neugotischen Hochaltar entstand um 1894
(Tiroler Müster Josef Andergassen); Altarbild (Stephanus und Laurentius)
und 3 Staturen (Petrus, Andreas und Engel) stammen von Josef Bachlehner

• Orgel: 10 Register, 2 Monuale 1960 vom Kremser Orgelbauer Franz Capek aufgestellt

• ältester Teil des Pfarrhofes der an den Friedhof anschließt
(Jahreszahl 1437 bei Renovierungsarbeiten in Fensterrahmen gefunden

Friedhof:

Pfarrfriedhof, 20 Ar groß; Einfassungsmauer ist ehemalige
gotische Wehrmauer (kammförmige Mauerkrone)

Karner:

etwa um 1360 erbaut, im Untergeschoß Gruftraum mit Gebeinen,
Obergeschoß = Friedhofskapelle seit 1964 Kriegergedächtnisstätte